Song Contest: Die 7 besten ESC-Auftritte der vergangenen Jahre

Lesedauer: 3 Minuten

Beim ESC 2017 steht am 13. Mai das Finale an. Als Einstimmung auf die europäische Songparade haben wir unsere Lieblingsauftritte der vergangenen Jahre rausgekramt.

Der Eurovision Song Contest ist ein bisschen wie Karneval: Es gibt riesige Fans und ziemliche Hater. Dass das Konzept trotz seiner mittlerweile 62-jährigen Geschichte immer noch im Großen und Ganzen funktioniert, muss man aber einfach würdigen. Gut, für Deutschland reichte es seit Beginn des Wettbewerbs 1956 nur zwei Mal zum ESC-Sieg, aber hey: Man kann ja auch nicht überall immer nur gewinnen. Auch unter unseren Lieblingsauftritten der vergangenen sieben Jahre sind nur zwei Sieger – und sogar einmal der letzte Platz.

Mit diesen ESC-Auftritten seid ihr perfekt eingestimmt auf das ESC-Finale am 13. Mai mit dem Motto „Celebrate Diversity“.

2010: Lena – „Satellite“

So jung, so frisch, so unbeschwert: Lena schaffte es 2010, Deutschland modern zu präsentieren. Ein schlichtes Outfit, ein eingängiger Song und eine fröhliche Performance können eben auch mal die richtige Wahl sein. Denn wohl auch dank ihrer positiven Ausstrahlung auf der Bühne gelang Deutschland der Sieg vor der Türkei und Rumänien.


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2011: Eric Saade – „Popular“

Platz bitte auf der Tanzfläche, „Popular“ läuft! Mit Eric Saade haben die Schweden mal wieder ein Talent aus ihrer scheinbar nie endenen wollenden Schmiede präsentiert: Jung, tänzerisch extrem stark und fähig, trotz Performance Töne zu treffen. Und dann zerschlägt er auf der Bühne auch noch seinen Käfig aus Glas! Die Botschaft ist in Europa angekommen: Platz drei nach Aserbaidschan und Italien hat Saade damit abgeräumt.

2012: Tooji – „Stay“

Er sieht ein bisschen so aus, als sei er der Halbbruder von Eric Saade und auch die Mischung aus Gesang plus viel Tanz erinnert an unseren Vorjahresfavoriten. Vielleicht hat die Stimme hier und da etwas zu sehr gewackelt, jedenfalls gab’s für Tooji nur den letzten Platz, es triumphierte die Schwedin Loreen mit dem Ohrwurm-Dancefloor-Hit „Euphoria“.

2013: ByeAlex – „Kedvesem (Zoohacker Remix)“

Ohne viel Chichi – so kann man den Auftritt von ByeAlex aka Alex Márta, Singer-Songwriter aus Ungarn, bezeichnen. Ein Gitarrenspieler, eine Backgroundsängerin und er bestreiten den Auftritt ohne viele Sound- und Specialeffects. Vielleicht gab es auch deshalb 12 Punkte aus Deutschland und letztendlich den zehnten Platz für den durchgängig in der Landessprache gesungenen Song.

2014:  Conchita Wurst – „Rise Like A Phoenix

Gänsehaut, Gänsehaut und noch mehr Gänsehaut! Conchita hat einen perfekten ESC-Auftritt hingelegt: Eingängiger Song mit viel Gefühl und noch mehr Drama, obwohl sie nur völlig reduziert performt. Vergleichsweise wenig wurde jedoch über den Song diskutiert, sondern vor allem über „die Frau mit Bart“ (die eigentlich ein Mann ist). Dass dieser Bruch mit heteronormativen Normen immer auch zur jüngeren ESC-Geschichte gehört hat, hätte als Diskussionsbeitrag völlig gereicht. Jedenfalls gab’s einen Sieg für Österreich – vor den Niederlanden und Schweden.

2015: Nadav Guedj – „Golden Boy“

Die Mischung aus arabischen und europäischen Musikelementen klingt im ersten Moment vielleicht etwas ungewohnt für deutsche Ohren, doch sie macht einfach den Charme von „Golden Boy“ aus. Für den Vertreter Israels reichte es für Platz neun – Schwedens Måns Zelmerlöw konnte das ESC-Finale für sich entscheiden. Aber wir tanzen noch immer gerne zu Nadav Guedjs Song.

2016:  Dami Im – „Sound of Silence“

What? Australien beim ESC? Ja, und das im Jahr 2016 bereits schon zum zweiten Mal. Nachdem unter dem Motto „Building Bridges“ zum 60. Jubiläum Australien Premiere beim ESC feierte, gab es im Jahr darauf die Wiederholung mit der Sängerin Dami Im. Die Siegerin der fünften australischen Staffel von The X Factor schaffte es mit ihrer Popballade fast auf die Spitze des ESC-Olymps; sie musste sich nur dem Beitrag der Ukraine geschlagen geben.

Übrigens: Australien jat auch in diesem Jahr wieder die Chance auf den Titel und sie schicken erneut einen ESC-Kandidaten ins Rennen, der wie seine Vorgängerin The X Factor gewonnen hat.