Filme zum Weinen: Bei diesen Filmen haben wir Tränen verdrückt

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Liebesgeschichte oder Drama, ganz egal: Es gibt Filme, bei denen wir weinen mussten. Drei Filme, die uns in der Redaktion besonders bewegt haben.

Wir kennen sie doch alle: Filme, die etwas in uns treffen, uns berühren. Traurige Filme, Liebesfilme, vielleicht sogar Sci-Fi-Blockbuster, bei denen wir mitfühlen, egal ob auf der Couch vor dem Fernseher oder im Kino. Wir haben in der Redaktion genau darüber diskutiert: Wer hat bei welchem Film geweint? Und wieso? War es die Geschichte mit ihren kleinen oder großen Schicksalsschlägen, die Figuren (und/oder die Schauspieler) oder einfach nur die Atmosphäre? Oder alles zusammen, das auf die Tränendrüse gedrückt hat?

Und vielleicht ist in der Liste mit Filmen zum Weinen auch einer dabei, der euch nahe geht.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter” (Tränchen von Maria)

Lange Zeit habe ich behauptet, dass ich bei Filmen nicht weine. Bis auf eine kleine Träne bei der Szene aus „Der Patriot“, in der die kleine Tochter von Benjamin Martin das erste Mal wieder zu ihrem Vater spricht und ihn auffordert, nicht zu gehen, stimmte das auch – bis zu diesem Film. Nur aus Zufall bin ich beim Zappen bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gelandet und dort geblieben. Es ist ein Film über den Umgang mit einer tödlichen Krankheit und gleichzeitig eine Geschichte über die große Liebe, denn was kann diese mehr bedeuten, als immer füreinander da zu sein, bis hin zum unvermeidlichen Ende?
Die 16-jährige Hazel Lancaster leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs und lernt in einer Therapiegruppe den jungen Augustus, auch Gus genannt, Waters kennen, der ebenfalls an Krebs erkrankt ist. Die beiden verlieben sich ineinander und verbringen eine von Auf und Abs geprägte Zeit miteinander. Ein emotionaler Tief- und Höhenflug auch für den Zuschauer – bis die Tränen bei der Szene, in der Hazel Gus ihren Nachruf auf ihn vorliest, nicht mehr aufhören wollen zu fließen.

„Die Bücherdiebin” (Tränchen von Nadine)

Als ich vor zwei Jahren auf dem Rückflug eines zauberhaften Urlaubs war, schaute ich mir im Entertainment-Programm von Lufthansa den Film „Die Bücherdiebin“ an. Normalerweise stehe ich nicht so auf Buchverfilmungen, aber in diesem Fall hatte ich das Buch von Markus Zusak nicht gelesen und konnte mich ganz und gar auf diesen Film einlassen. Sophie Nélisse spielt die Bücherdiebin Liesel Meminger, ein junges Mädchen, das nach dem Tod ihrer Eltern bei Pflegeeltern in Nazideutschland aufwächst. Als Analphabetin lernt sie durch ihren Pflegevater schreiben und lesen, fortan liebt sie Bücher und stiehlt diese – aus dem Schnee, vor der Bücherverbrennung der Nazis und aus der Bibliothek aus dem Haus des Bürgermeisters. Der Film führt durch den Krieg und wird aus dem Blickwinkel des Tods erzählt.
Das US-amerikanisch/deutsche Filmdrama bewegte mich so, dass mir im Flugzeug nur so die Tränen liefen, vorsichtig tropfte ich mir die Tränen mit der bordeigenen Wolldecke ab und versuchte leise zu schluchzen. Meine Nebensitzer bemerkten meine Tränen natürlich trotzdem und warfen mir bemitleidende Blicke zu. Aber das war es wert!

„The Normal Heart” (Tränchen von Alex)

Es gibt nur wenige Filme, die länger als ein Jahr auf meiner Watchlist stehen. „The Normal Heart” ist einer davon, vor allem, weil man ihn in Deutschland nicht so leicht sehen kann (bei mir hat es dann über Sky geklappt). Anders als „Dallas Buyers Club”, der sich ebenso wie „The Normal Heart” um die AIDS-Krise dreht, hat letzterer keine große internationale Aufmerksamkeit erhalten – trotz Stars wie Julia Roberts, Mark Ruffalo und Matthew Bomer.
Während Julia Roberts eine Ärztin spielt, die versucht, den an HIV bzw. AIDS erkrankten Menschen zu helfen – ein zu Beginn des Ausbruchs schwieriges Unterfangen, weil Ursachen und Verlauf weitestgehend unklar waren – sind Ned Weeks (Ned Ruffalo) und Felix Turner (Matthew Bomer) Teil der Gay-Community. Ned versucht Aufmerksamkeit auf die Krankheit zu lenken und Unterstützung für die Betroffenen zu bekommen, und das in einer Zeit, als LGBT (Abkürzung für: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) noch schlechter gestellt waren als heute. Als in New York immer mehr Männer erkranken und sterben, versucht Ned den Druck auf Staat und Behörden zu erhöhen, bekommt aber auch aus der eigenen Community Gegenwind. All die Hilflosigkeit – im Kampf um Gehör und Hilfe, aber auch beim Krankheitsverlauf der Filmfiguren – haben bei mir für entsetzliche Beklommenheit gesorgt. Und für einige Tränen.