7 Geheimnisse, in die dich niemand vor deinem Jobeinstieg eingeweiht hat

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Mehr Geld auf dem Konto, neue Erfahrungen – der erste Job ist spannend. Um fit für den Arbeitsalltag zu werden, verraten wir dir 7 Jobgeheimnisse.

Der erste Job bedeutet: Geld! Juhu! Endlich! (Außer natürlich, du machst ein Volontariat oder Referendariat. Dann freust du dich primär darüber, dass der Strom in der Firma umsonst ist und du dein Handy für lau aufladen kannst.) Von nun an interessiert sich niemand mehr ernsthaft für deine Studiumsnoten, sondern es geht um deine Fähigkeiten – vor allem auch die sozialen. Und die werden schon früh am Morgen gefordert.

1. Vor dem ersten Kaffee freundlich sein

Die Kaffeemaschine ist der interdisziplinärste Ort in deinem Unternehmen. Vom Projektleiter bis zum Praktikanten steht da jeder, manchmal vielleicht sogar der Vorstand (außer, er lässt ihn sich bringen – was wahrscheinlich ist – oder – was noch wahrscheinlicher ist – er hat eine eigene Maschine). Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: In der Kaffeeküche musst du früh am Morgen vor dem ersten Kaffee schon nett sein. Selbst wenn du noch müde bist, überwinde dich zum Smalltalk; frag nach dem Kletterausflug am Wochenende, ob der Hund noch Durchfall hat oder bestätige den Kollegen darin, heute wirklich mal pünktlich zu gehen. So sammelst du spielerisch Pluspunkte, ohne inhaltlich punkten zu müssen. Und: Die Kollegen merken sich dadurch dein Gesicht und Namen.

2. Rauche oder tu zumindest so

Wenn du rauchst, networkst du. So einfach ist das, weil dich und jeden anderen Raucher etwas verbindet: die Sucht. Diese Gemeinsamkeit ist zwar kein super Gesprächseinstieg (Smalltalk-Anfänge wie „Hustest du morgens auch so Schleim-Bröckchen?“ solltest du vermeiden), aber bringt dich mit Leuten zusammen, die sonst von Meeting zu Meeting hetzen. Ob du mit deinem Chef über ein konkretes Projekt oder über das Wetter sprechen willst, hängt dabei von dir und deinen Zielen ab. Und selbst, wenn du kein Raucher bist: Begleite deine Kollegen in die Zigarettenpause und nutz die Chance zum Austausch.

3. Bringe deine Stärken subtil ein

Niemand mag Angeber. Selbst viele erfolgreiche Menschen sind unbeliebt, eben weil sie besser sind als andere. Das sollte aber nicht bedeuten, dass du dein Licht unter den Scheffel stellen musst. Wenn du geschickt im Lenken von Gesprächen bist, kannst du durchaus dafür sorgen, dass gleich zu Beginn deiner Karriere der Fokus auf deinen Arbeits-Highlights liegt – und nicht auf dem Projekt, dass du gerade in den Sand setzt. Bei Fragen von Kollegen oder dem Teamleiter also lieber von deiner reichweitenstarken Facebook-Kampagne sprechen als von deinen gescheiterten Snapchat-Versuchen. Damit du aber strahlen kannst, solltest du immer ein paar Fakten parat haben, idealerweise auch (schlechtere) vergleichbare Aktionen der Konkurrenz.

4. Mach dich zum Social-Media-Gott

Du musst in deinem neuen Unternehmen nur zweimal musical.ly als Trend-App bezeichnen und schon hält dich jeder für den absoluten Social-Media-Pro. Wenn du dann schon mal eine VR-Brille aufhattest oder sogar einen eigenen YouTube-Channel bespielt hast, kannst du dir sicher sein: Gerade ältere Kollegen werden deine Meinung und Hilfe schätzen. Egal, ob du wirklich vom Thema Ahnung hast oder nicht: Sie werden dir Fragen zur Funktion von Facebooks Algorithmus stellen, dich nach dem Sinn von Filtern bei Snapchat fragen oder wissen wollen, was die besten Hashtags für Twitter sind. Wenn du ihnen das einfach erklärst, werden sie dir dafür ewig dankbar sein. Und das kann nie schaden.

5. Sei ehrlich, verdammt nochmal!

Du solltest der Sekretärin oder Vorstandsassistenz nicht unbedingt sagen, dass die Ethno-Sandaletten extrem hässlich sind (generell solltest du es dir mit Menschen am Empfang oder im Büro des Vorstands nie verscherzen). Aber sonst gilt im Job: Sei ehrlich, aber nicht unhöflich. Wenn ein Kollege einen abgrundtief schlechten Text geschrieben hat – sag es ihm. Sollte er professionell sein, freut er sich über dein Feedback und deine Verbesserungsvorschläge. Solltest du merken, dass er es persönlich nimmt, mach ihm klar, dass du nur das Beste für euer gemeinsames Projekt willst. Kurzum: Friss Dinge, die dich im Job nerven, nicht in dich rein, nur weil du neu bist. Deshalb bist du nicht dumm.

6. Nimm nicht jeden Ratschlag an

Gerade ältere Kollegen neigen dazu, dir Ratschläge geben zu wollen. Ohne Zweifel sind viele dieser Tipps sinnvoll, immerhin sind sie schon länger im Geschäft und haben eigene Erfahrungen gemacht und idealerweise daraus gelernt. Aber du solltest nie blind Ratschläge annehmen, sondern dich immer selbst fragen, ob sie auch für dich Sinn machen. Denn es ist dein Job und entsprechend solltest du hinter dem stehen, was du machst. Und wenn du mal wirklich nicht weiter weißt: Hol dir eine zweite oder dritte Meinung und bilde dir dann dein Urteil.

7. Denk an dein Leben

Um es ganz kurz zu machen: Es ist nur ein Job. Ja, er nimmt einen Großteil deines Tages ein und ja, er macht dir im Idealfall auch Spaß. Aber schaust du wirklich in zwei Jahren noch zurück und denkst an den Moment, als du an einem Freitagabend um halb neun noch eine Mail zur Abstimmung rausgeschickt hast, die dein Chef sowieso erst Montagmorgen liest? Wohl kaum. Setz dir klare Grenzen, wie sehr der Job dein Leben bestimmt und wann du einfach nur Zeit für dich hast.